Das Daxhaus
Das Daxhaus ist das erste Haus des Künstlerdorfes und benannt nach seinen
ursprünglichen Bewohnern, der Familie Dax. Es handelt sich hier um einen
typischen Streckhof mit Strohdach, Brettergiebel und lehmgestampftem Außengang,
der sogenannten "Gräd’n". Die eigentliche Bausubstanz, das Material, aus dem die
Wände errichtet sind, ist häckselgemagerter Stampflehm. Eine weitere
Besonderheit dieses Hauses ist die hervorragend erhaltene
"Rauchkuchl".
Anfang der 60-er Jahre sollte dieses Gebäude, dessen
Bautypus bis ins Mittelalter nachgewiesen werden kann und nur mehr in ganz
wenigen Exemplaren vorhanden ist, abgerissen werden. Der aus Neumarkt an der
Raab stammende Künstler Prof. Feri Zotter, setzte sich für die Erhaltung dieses
Hauses ein und wandte sich hilfesuchend an den damaligen Landeskonservator Dr.
Alfred Schmeller. In ihm fand er einen begeisterten Mitstreiter.
1964
wurde der Kulturverein Neumarkt an der Raab gegründet um an öffentliche Gelder
für die Erhaltung des Hauses zu kommen. 1968 wurde das 1. Atelierhaus, das
fortan als Refugium Kulturschaffende aus der ganzen Welt anlockte, feierlich
eröffnet.
Ein kleiner Auszug aus dem Gästebuch des 1.
Atelierhauses: Peter Handke, Wim Wenders, H.C. Artmann, Wolfgang Bauer,
Walter Pichler, Elfie Semotan und Kurt Kocherscheidt, Gerhard Roth, Ernst Jandl
und Friederike Mayröcker, Peter Turrini und Wilhelm Pevny, Gerhard Rühm, Alfred
Schmeller und Martha Jungwirth, Johannes und Magdalena Wanke, Giuseppe Sinopoli,
Paul Kont, Karl Anton Fleck, Rudolf Schönwald und vielen
andere. |
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